Palagio dell'Arte della LanaPalagio dell'Arte della Lana

Konferenzsaal im ersten ObergeschoßKonferenzsaal im ersten Obergeschoß

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Innenansicht des PalastesInnenansicht des Palastes



Die offizielle Geburtsstunde der Società Dantesca Italiana schlug am 31. Juli 1888 im Saal Leo X. des Florentiner Rathauses (Palazzo Vecchio), als das Statut ratifiziert und der provisorische (später Ehren-) Vorsitzende gewählt wurde, nämlich der damalige Bürgermeister von Florenz Pietro Torrigiani.
Unter den Gründungsmitgliedern befanden sich Italiens Beste aus Kultur und Politik: G. Eroli, G. Biagi, R. Bonghi, C. Cantù, G. Carducci, G. Chiarini, A. Conti, A. D'Ancona, A. De Gubernatis, I. Del Lungo, C. Guasti, G. Mazzoni, E. Monaci, C. Negroni, E. Nencioni, P. Rajna, G. Rigutini, G. Tortoli, P. Villari (um nur die bedeutendsten Namen zu nennen).
Am 31. Mai 1889 wurde das Komitee gewählt, das in der Sitzung vom 26. Juni die Grundlage für die wissenschaftliche Tätigkeit der Società Dantesca Italiana schaffte: auf Antrag von R. Bonghi nahm man sich nämlich eine kritisch gesicherte Ausgabe der Göttlichen Komödie und der anderen Werke vor und beschloß die Veröffentlichung eines Bulletins mit Beiträgen zur Dante-Forschung. Mit der Herausgabe des "Bullettino" wurde M. Barbi betraut, der dessen Leiter bis zur Ausgabe XII (1905) der Neuen Folge blieb; ihm folgte ab der Ausgabe XIII (1906) bis zur Ausgabe XXVIII (1923) E.G. Parodi (1923 verstorben).

Bereits 1920 hatte M. Barbi die "Studi Danteschi" gegründet, die nach dem Tod von Parodi das Amtsblatt der Società Dantesca Italiana wurden, und zwar bis zur Ausgabe XXVII (1943) unter der Leitung des Gründers, ab Ausgabe XXVIII (1949) unter jener von M. Casella, dem ab Ausgabe XXXIV (1957) G. Contini nachfolgte; diesem stand ab Ausgabe XLVIII (1971) F. Mazzoni zur Seite, alleiniger Leiter ab 1982-2001, danach unter Mitwirkung von G. Gorni und R. Migliorni Fissi. Von 2008 bis 2010 wurde das Journal von Enrico Ghidetti und Guglielmo Gorni geleitet. Heutzutage leitet Enrico Ghidetti das Journal und die Vizedirektion unterliegt Giancarlo Garfagnini.

Was die Förderung der Dante-Verehrung durch Öffentlichkeitsarbeit anbelangt, so begann am 27. April 1899 G. Mazzoni im großen Saal in Orsanmichele in Florenz (später offiziell zum Dante-Saal umbenannt) feierlich mit den öffentlichen Vorlesungen des Poems. Mit königlichem Dekret Nr. 353 vom 8. November 1901 wurde die Società Dantesca Italiana zur juristischen Person erhoben; das Dekret Nr. 352 hatte am selben Tag für gesetzliche Verankerung der 'Lectura Dantis' gesorgt, deren Abhaltung "auf ewig in Or San Michele in Florenz" als Aufgabe der "Stiftung Michelangelo Caetani di Sermoneta" anerkannt wurde.
Als sich die Frage nach der Unterbringung der Büros und der Bibliothek stellte, entschied man sich zunächst (mit königl. Dekret Nr. 7329 vom 14. Dezember 1890) dafür, die Biblioteca Riccardiana zum Sitz der Società Dantesca Italiana zu machen und rechtlich dieser zu unterstellen; ab 1904 erwarb man dann den mittelalterlichen Sitz der Wollhändlerzunft (Palagio dell'Arte della Lana), der historisch und architektonisch vom im staatlichen Besitz befindlichen, nahen Gebäude Orsanmichele nicht zu trennen ist. Im besagten Palagio fanden und finden die öffentlichen und die wissenschaftlichen Tätigkeiten der Gesellschaft statt.

Professor Francesco Mazzoni wurde Präsident vom 1968 bis 2005, dann Ehrenpräsident vom 2005 bis 2007. Professor Enrico Ghidetti ist zurzeit Präsident und tritt damit die Nachfolge von Prof. Guglielmo Gorni und Prof. Emilio Pasquini an.